Pressemitteilung Ludwigsburg, 20.06.2003„Marceline Loridan-Ivens findet in Auschwitz
ihr Gedächtnis wieder“ Le Monde
Weltpremiere in Berlin: Mit La Petite Prairie Aux Bouleaux – Birkenau und Rosenfeld – gibt Marceline Loridan-Ivens während der Berlinale ihr Spielfilm-Debüt.
Bundesstart am 15. April 2004
Die Witwe des Dokumentarfilm-Pioniers Joris Ivens, rekonstruiert in ihrem Werk die Geschichte ihrer eigenen Deportation nach Auschwitz. Die Hauptrolle spielt Anouk Aimée, die in diesem Jahr Ehrengast der Berlinale ist und den Goldenen Bären für ihr Lebenswerk erhält.
„Als Künstlerin weiß ich heute, dass ich trotz meiner schrecklichen Angst, dass es mir vielleicht doch an den nötigen Fähigkeiten mangelt, einfach dazu verpflichtet bin, mich zu Wort zu melden und mich mit meiner Stimme in den Chor derer einzureihen, die den Mut haben zu sprechen, bevor mit dem Verschwinden des letzten Überlebenden die Konzentrationslager endgültig in den Bereich der Historie eintauchen - oder in die Nebel des Vergessens.“
Paris. Myriam (Anouk Aimée), die viele Jahre lang als Filmemacherin und Reporterin in der ganzen Welt unterwegs war, nimmt an einem Treffen von KZ-Überlebenden teil. Voller Freude trifft sie einige ihrer Leidensgenossinnen wieder. Bei einer Verlosung gewinnt Myriam den ersten Preis: ein Fahrrad und ein Flugticket nach Krakau. Die Rückkehr nach Birkenau ist für Myriam eine Pilgerfahrt, die sie nach langer Vorbereitungszeit ganz bewusst allein antritt. Als sie das KZ wieder betritt, löst das Emotionen aus, die sie lange verdrängt hatte: Ihr Vater, mit dem sie als 14jährige ins KZ kam, ist nicht zurückgekehrt. Wie die meisten anderen auch, die mit Myriam Jahre in dieser Hölle verbracht hatten. Die schmerzlichen Erinnerungen stürzen mit aller Kraft auf Myriam ein. Die Baracke, in der sie untergebracht war, steht noch, sogar ihre Koje ist noch da.
Am frühen Morgen setzt Myriam ihre Erkundung Birkenaus fort. Sie trifft einen jungen Deutschen Fotografen namens Oskar (August Diehl), der sich zur Aufgabe gestellt hat, "das Unsichtbare zu zeigen", das sich in den Ruinen des KZ verbirgt. Oskar bittet sie, ihm dabei zu helfen, die Spuren zu entschlüsseln und seinen Blick zu schärfen. Zunächst sträubt Myriam sich dagegen. Sie will sich in ihrer eigenen Meditation nicht stören lassen. Aber angesichts der rührenden Hartnäckigkeit des jungen Mannes, gibt sie schließlich seiner Bitte nach. Ge-meinsam durchstreifen sie nun das KZ - sie zeigt ihm die Baracken, die Gaskammern und die Verbrennungsöfen.
Sie kommen schließlich an einen der schrecklichsten Orte des Lagers: die Ruinen der Krematorien 4 und 5, wo im Sommer 1944 Hunderttausende Juden und Zigeuner nach ihrer Ermordung in den Gaskammern verbrannt wurden. Myriam erzählt Oskar von jenem Geheimnis, das ihr keine Ruhe lässt: Sie soll an der Aushebung von Gruben beteiligt gewesen sein, in denen Leichen verbrannt wurden, als die Öfen nicht ausreichten. Myriam selbst hat aber keinerlei Erinnerung daran. Wenn es aber doch so war?
Regie und Buch Marceline Loridan-Ivens
P’Artisan Filmproduktion München Germany
Produktion Mascaret Films Frankreich
Capi Films Frankreich
Heritage Films Polen
Kamera Emmanuel Machuel
Herstellungsleitung Michel Fauré, Dieter Horres
Darsteller
Myriam Anouk Aimée
Oskar August Diehl
Gutek Zbigniew Zamachowski
Kontakt: academy films ludwigsburg, Filmhaus Friedrichstrasse 23 a, 70174 Stuttgart
Telefon +49 (0)711 – 365 960 0 Fax +49 (0)711 – 365 960 11 info@academy-films.com www.academy-films.com
Ansptrechpartner: Kamran Sardar Khan
Geplanter Kinostart 15 April 2004
Bildmaterial gibt es HIER
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