SHORTFACTS
"Eine skurrile Tragikomödie über Sehnsucht und Liebe im Pflegeheim" Arsenal Filmverleih und academy films präsentieren einen Film von Stefan Hillebrand und Oliver Paulus ("Die Wurstverkäuferin", "Wenn der Richtig kommt")
WIR WERDEN UNS WIEDERSEH´N
Deutschland 2006 / 90 min / 35 mm, 1:1,85
REGIE: Stefan Hillebrand, Oliver Paulus
DREHBUCH: Stefan Hillebrand, Oliver Paulus unter Mitarbeit aller Schauspieler / Schauspielerinnen
BESETZUNG:
Tom Jahn, Pola Kinski, Isolde Fischer, Lieselotte Langer, Sabine Strobach, Ralf Kaufmann, Einhardt Klucke, Sonja Hondralis, Alice Huber, Dietrich Garbrecht, Doc Wenz und Mardi Gras.BB
Vorstart
22. März in Mannheim, Kino Atlantis um 20:15 Uhr
23. März in Heidelberg, Kino Kamera um 19 Uhr jeweils in Anwesenheit des Regisseurs und Produzent Stefan Hillebrand.
Bundesstart: 10. Mai 2007
SPECIAL CRITICS´S AWARD TRÄGER LÄUFT AB 10. MAI in die Kinos!
Schermi d´Amore - Verona International FIlm Festival 2007
10.-16.Mai. Köln, Filmhaus,
10.-16.Mai. Saarbrücken, Filmhaus,
17.-23.Mai. Frankfurt, Mal Sehn Kino,
24.- Mai Oldenburg, Kulturtage
14.-20.6. Wuppertal, Cinema,
07.-13.6. Esslingen, Kommunalen Kino,
28.6-4.7. Hamburg, Magazin-Kino,
Ab Juni auch in Karlsruhe, Stuttgart, Freiburg...
Achtung: Der Film ist oft nur eine Woche programmiert, also nichts lange zögern...!
SYNOPSIS
"Schön, das wir jetzt auch einen Mann auf Station haben, ... also ich sag' immer, in der Mitarbeiterschaft, so ein Mann dabei, das tut Wunder!" meint Pflegedienstleiterin Petra Opels (Isolde Fischer) beim Begrüssungsgespräch mit ihrem neuen Mitarbeiter Holger (Tom Jahn). Der charmante Bindungspaniker ist eigentlich aus Berlin in den Süden Deutschlands gekommen, um seinen ungeklärten Beziehungswirren zu entfliehen. Stattdessen bringt er aber erneut eine Menge Unordnung in den labilen Seelenhaushalt zweier Frauen: Barbara (Pola Kinski), die als Küchenhilfe im selben Pflegeheim beschäftigt ist, hat sich Holger als Heilmittel gegen ihre Einsamkeit auserkoren. Die zarte Liebesgeschichte gerät jedoch sogleich wieder ins Wanken, als Holger sich alsbald auch zu seiner Chefin Petra Opels hingezogen fühlt.
Schwung in die Geschichte bringt die etwas verrückte Frau Kramer (Lieselotte Langer), die behauptet, im Haus "Schlager singende Geister" zu sehen - bittersüss die nostalgische Filmmusik von Mardi Gras.bb. Die ältere Dame mit ihrer Gehhilfe wird zur Metapher für Aufbruch und Leben.
PRESSE & LINKS
Den PRESSETEXT zum Downloaden finden Sie HIER
PRESSESTIMMEN
«Prädikat: Auf jeden Fall ansehen!»
SWR 4
«Kunstvoll verbindet sich die dokumentarische mit der fiktiven Handlungsebene.
Bittersüß fängt die nostalgische Filmmusik der Mannheimer „Mardi Gras Brass Band“
dabei die Bilder auf in diesem wahrhaftigen kleinen Filmkunstwerk.»
DIE WELT kompakt
«Herrlich schräg!»
Mannheimer Morgen
«Nachhaltigen Eindruck hinterließ dagegen Stefan Hillebrands und Oliver Paulus’
„Wir werden uns Wiedersehen“, die sensible Betrachtung von Einsamkeit, Liebe und
Tod in einem Altenheim.»
EPD Film
«Das Resultat ist eine herzerwärmende Komödie um kleine, einsame Menschen, ein
ganz und gar eigenständiges Feelgood-Movie, aber ohne Seichtheiten oder falsche
Kompromisse.»
Berner Zeitung
«Die vielen skurrilen Kleinigkeiten und Menscheleien schaffen so ein Panoptikum
eines Lebensabschnitts, der so behutsam und offen humorvoll selten dargestellt
wurde, so dass das beruhigende Gefühl bleibt, dass es zwar kein Patentrezept für
das Leben gibt, aber an dessen Ende alle den selben Weg beschreiten werden.»
www.film-sprache.de
«Jetzt haben die beiden mit ihrer einzigartigen Methode und ihrem kurligen,
liebenswert verschrobenen Stil einen neuen Film gemacht: "Wir werden uns
wiederseh'n“ spielt in erster Linie in einem Altersheim, die Protagonisten sind absolut
umwerfend und der Film hat einen tragikomischen Charme, den man lange suchen
kann im Kino.»
Schweizer Radio DRS
„Die hohe Schule der Improvisation, die die Regisseure Hillebrand und Paulus von ihren Darstellern einfordern, lässt tatsächlich sehr berührende Leistungen von Profis wie von Laien zutage treten,....Das Mittel der Improvisation erzeugt einerseits den Eindruck einer realistischen Annäherung, andererseits entstehen dabei freie Momente reinen Schauspiels.“
Rhein-Neckar-Zeitung
Sehnsucht nach dem Ende der Einsamkeit
Regisseur Stefan Hillebrand stellt seinen neuen Film „Wir werden uns wiederseh‘n“ in Mannheim vor
"Seit 17 Jahren ist der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Stefan Hillebrand mit der Theatergruppe Drama Light auf den Bühnen der Region unterwegs. Die Gruppe hat die Kunst der Improvisation kontinuierlich weiterentwickelt. Mit „Wenn der Richtige kommt“ haben Stefan Hillebrand und Oliver Paulus auch die Spielfilmtauglichkeit dieser Form bewiesen. Beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2005 ging der Publikumspreis an den in Mannheim gedrehten Film. Nun ist „Wir werden uns Wiederseh‘n“, der zweite Spielfilm des Teams Hillebrand/Paulus, in den Kinos.
Weltpremiere hatte der in Mannheim spielende Film auf dem Filmfestival in San Sebastian. Anschließend wurde er auf Festivals in Russland, Cuba und den USA und im letzten Jahr auch beim Mannheimer Filmfestival gezeigt. Bevor der Film nun deutschlandweit
in den Kinos startet, ist er im Mannheimer Atlantis zu sehen. Wieder setzt das Duo Hillebrand Paulus bei den Darstellern auf eine Mischung aus Profis und Amateuren. „Improvisation“, so Hillebrand, „ist auch für das Medium Film eine Methode, um natürliche Dialoge und damit Authentizität der Figuren zu erreichen“. Durch das Drehen in originalen Lebenswelten wie dem Richard-Böttger-Pflegeheim bekomme der Film zudem einen „Realitätsgehalt,
wie ein Dokumentarfilm“. Hillebrand will jedoch nicht auf die
Form Improvisation allein festgelegt werden. „Ich schreibe auch klassische Drehbücher mit feststehenden Dialogen“, verrät er. Improvisation sei ein künstlerisches Mittel unter anderen.
Allerdings eines, das Hillebrand sehr liebt. „Ich weine nicht dem nach, was nicht geht, sondern habe Freude an der Frage: Wenn das nicht geht, was dann?“ Dass diese Offenheit, den Darstellern
einen Spielraum innerhalb bestimmter Handlungsstränge zuzugestehen,
sich vom Prinzip reiner Zufälligkeit unterscheidet, zeigt schon das
Ergebnis. „Wir werden uns Wiederseh‘n“ ist ein zugleich amüsanter und ergreifender Film über die Einsamkeit. Ort der Handlung ist ein Altenheim. Egal ob Krankenpfleger, Küchenpersonal oder Bewohner, ob Junge oder Alte, alle suchen nach Wegen aus der Einsamkeit oder einem Umgang damit. Dabei wird nicht mehr gesprochen als notwendig. Die Peinlichkeit, nebeneinander im Fahrstuhl zu stehen und nicht zu wissen, wie ein Gespräch zu beginnen sei, die eilige Entsorgung
der Essensreste in der Großküche oder die Innigkeit zweier vom Leben gezeichneter Menschen, die sich an den Händen halten, solche Einstellungen erzählen mehr als tausend Worte. Eine eigene Poesie entwickeln die Nachtaufnahmen. Einblendungen der Lichter über dem verschneiten Mannheimer Hafen, der pulsierende Verkehr auf der Rheinbrücke hinüber nach Ludwigshafen oder auch die Aussicht
aus dem siebten Stock eines Wohnblocks auf den Neckar und das
schlafende Collini-Center, diese Bilder erzählen etwas über das Innenleben der Figuren. Ein Lichtblick ist dabei die 82-jährige
Lieselotte Langer, die sich mit einem herzerwärmenden Optimismus
ihre eigene Gesellschaft in Form einer Musikkapelle phantasiert. Dank dieser Einbildungskraft geistert die Mardi Gras Brass Band mit Schlagern der Zwanziger Jahre durch den Film und trifft genau den richtigen Ton zwischen Schmunzeln und Sehnsucht. Das Schönste an dem Film jedoch ist, dass er jeder Figur ihre eigene Erlösung
gönnt, ohne dabei in kitschige Seichtigkeit oder bleischwere Melancholie abzugleiten. Da gibt es Frauen, die endlich loslassen können, Männer, die Bäume umarmen, Herrn Neumann, der nicht mehr verwirrt über Flure schlurfen muss, Musik im Kühlhaus und Gummibäume, die wachsen."
Die Rheinpfalz, 23.März 2007
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